Die Zusammenarbeit heute ist anders als noch vor einem Jahr?

Damit sind Sie nicht allein. Pandemie und Physical Distancing haben genau das noch verschärft. Doch wenn wir ehrlich sind, war es bei Ihnen vorher auch nicht unbedingt besser, oder?

Die Schnelligkeit hat immens an Fahrt aufgenommen, sodass immer mehr Unternehmenden bewusst wird, dass sie bereits vor zwei Jahren hätten tätig werden sollen. Wer bis jetzt die Themen nicht angegangen ist, hat es nicht nur schwer, bei dem ist Stress vorprogrammiert. Viele kommen nicht mehr zu ihrem eigentlichen Tagesgeschäft, wissen gar nicht mehr, wo sie zuerst anpacken sollen.

Gleichzeitig haben nur wenige Menschen an der Führungsspitze – in Positionen, in denen es gilt, bedeutsame Verantwortung zu übernehmen und die Konsequenzen für jedwede Entscheidungen zu tragen – eine Person in ihrem Umfeld, der sie wirklich vertrauen können, um sich über die Herausforderungen ihres Alltags auszutauschen. Ein Gedanke wie „Wenn wir das Projekt nicht bekommen, muss ich Mitarbeitende entlassen“, wiegt schwerer, als sich viele eingestehen wollen. Schließlich hängen Menschen daran, Existenzen – und deren Familien.

Sie schaffen es nicht mal mehr am Wochenende, runterzufahren?

Die Hemmschwelle, die es dafür zu überwinden gilt, ist oft zu hoch. Die Konsequenz? Sie behalten es für sich. Und viele kommen damit viele Jahre gut zurecht. Doch schleichend stellen sich Veränderungen ein, manche kommen abends schlechter zur Ruhe, andere morgens schlechter aus dem Bett. Von exzessivem Sport, über Alkohol bis zu Tabletten scheint jedes Mittel recht, inklusive des Raubbaus am eigenen Körper. Die Situation im Unternehmen verbessert sich dadurch nicht, erst recht nicht die Zuhause. Das Ergebnis: Sie werden zur Marionette im eigenen Leben.

An diesem Punkt wird es Zeit, die eigene Basis wiederzufinden, um darauf aufbauend eine wirkliche Veränderung zu erreichen, die präventiv vor Schlimmerem bewahrt.