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Sinn- und werteorientierte Führung durch Menschlichkeit

  • Führung und Kommunikation

Was mich bewegt…

Immer wieder geschieht es, dass Menschen zu Führungskräften ernannt werden und noch nicht einmal in der Lage sind, sich selbst zu führen.
Die Anforderung an die Eigenschaften der Führungskraft erfordert eine Schule der Selbsterkenntnis und insbesondere die Bereitschaft, an sich selbst zu arbeiten.

Genau hier kann ein erfahrener Coach unterstützend diesen Weg begleiten und ich motiviere jede Führungskraft dazu, einen solchen Coach zu finden und bitte jeden Unternehmenden, sich selbst ebenfalls diesem Gedanken einmal hinzugeben, sich einen solch neutralen Sparringspartner an die Seite zu nehmen und ebenso in die eigene Führungskraft zu investieren.

Ein Charakter lässt sich nicht vollständig ändern. Vielmehr geht es darum, sich selbst so anzunehmen, wie ich bin, denn nur dann können sich negative Verhaltensweisen – hier insbesondere in Bezug auf die Führungsverantwortung – ändern.


Welches Ziel ich verfolge…

Botschafterin für eine sinn- und werteorientierte Führungsverantwortung durch Menschlichkeit.

So verstehe ich mich und brenne damit für eine Werteorientierung durch Menschlichkeit und eine Kultur des wertschätzenden Miteinanders.

Mein Ziel ist es, meine Erfahrung als Führungskraft, als Direktorin sowie als Geschäftsführerin, erweitert um den wertvollen Schatz der Selbsterfahrung, weiterzugeben – nicht als Expertenrat, sondern in dem Wunsch, die Menschen, die sich mir hierin anvertrauen, eine ihnen unterstützende Begleitung in dem Prozess der Selbsterkenntnis als auch in derer Führungsverantwortung für Menschen zu sein.

Meine Vision ist es hierbei, die Führungsqualität heute und morgen entscheidend zu verbessern und entweder die Bergsteiger-Mentalität weiter zu fördern oder Spaziergänger dazu zu inspirieren, den WOW-Effekt der Bergsteiger-Mentalität zu erleben.


„Bergsteiger oder Spaziergänger?“

Bei Führung von Menschen gilt, dass der Erfolg immer nur so gut ist, wie das Ziel.

Mit einem klaren Bild vor Augen arbeitet unser Gehirn aktiver und dynamischer, als in den ziellosen Raum. Um dieses Bild zu verdeutlichen, der Vergleich zwischen einer Gebirgswanderung und einem Spaziergang.

Der Gebirgswanderer hat den Gipfel vor Augen und sucht den optimalen Weg dahin. Bei Problemen – etwa einem verschütteten Weg – prüft er automatisch die Alternativen, ohne dabei den Gipfel aus dem Auge zu verlieren. Der Spaziergänger geht oft ohne Ziel seines Weges, macht einen Schlenker nach links oder nach rechts, sieht sich ein paar Blumen oder einen lustigen Käfer an. Am Ende des Tages sagt der Bergwanderer: »Ich habe das Matterhorn erklommen.« Der Spaziergänger sagt: »Ich bin spazieren gegangen.« Das ist der Unterschied!

Spazierengehen kann eine wundervolle Aktivität zur Erholung sein. Doch wenn die »Spaziergänger-Mentalität« eine ganze Organisation, ein ganzes Leben durchdringt, dann wird dies nicht viel erreichen. Wir brauchen im Unternehmen die »Bergsteiger-Mentalität«. Klare Ziele, die uns am Laufen halten und die uns Orientierung geben, wenn es zu Störungen und Planabweichungen kommt. So funktioniert unser Gehirn. Und deshalb sind Ziele das Erfolgsinstrument schlechthin.

(Quelle: Jürgen Kurz, Geschäftsführer, tempus GmbH)


Meine eigene Erfahrung, angereichert um ein paar Empfehlungen für Sie…

Und beginnen möchte ich mit dieser Geschichte:

Ein Wort an Sie, Herr Kapitän

Mal angenommen, Ihr Unternehmen wäre ein Schiff.
Solange die See still ist, sitzen alle gerne in einem Boot.

Niemand fragt da nach der Kompetenz der Kapitäne.

Doch wehe es gibt Wellengang und Gegenwind.

Nimmt der Sturm zu, schlägt die Stunde der Wahrheit.

„Bleibt der Kapitän an Deck und reißt das Ruder herum? Oder duckt er sich weg?“

Das wollen nicht zuerst die Kunden wissen oder Lieferanten,

sondern all diejenigen, die mit Ihnen im Boot sitzen, die Matrosen.

Die unbequeme Wahrheit heißt: wenn Unruhe im Boot ist

und die Stimmung auf dem Schiff so schlecht, dass eine Meuterei droht,

dann liegt das weder an der rauhen See noch an den unerfahrenen Matrosen.

Nein.

Meuterei ist keine Reaktion auf widrige Bedingungen,

sondern immer die Folge schlechter Führung.

Eine Meuterei wendet sich vor allen Dingen gegen sinnlose Befehle

und widersprüchliche Anordnungen, gegen Willkür und Sprunghaftigkeit.

Meuternde Matrosen stellen Fragen wie:

„Drohen wir unterzugehen und ich mit?“

„Wohin geht eigentlich unsere Reise?“

„Kann man dem Kapitän noch vertrauen oder werden wir verschaukelt?“

„Weil er nicht sagt was er tut und nicht tut was er sagt.“

Vielleicht sind Sie mit Ihrem Schiff nicht Seemeilen,

sondern Lichtjahre von einer Meuterei entfernt.

Doch die Fragen der Matrosen sind gut.

Sie beschreiben genau Ihre Herausforderungen als Führungskraft.

Nicht das Handwerk ist Ihre tägliche Herausforderung, das haben Sie gelernt.

Ihre Herausforderung als Kapitän ist die Führung Ihrer Mannschaft,

mit Menschen umzugehen, das macht den Unterschied.

Sich selbst und andere zu führen,

Menschen zu helfen, und zu entwickeln, zu inspirieren und zu Leistungen anzuregen,

die wir selbst nicht für möglich gehalten hätten, das ist Ihre größte und wichtigste Aufgabe.

Denn…ein guter Kapitän liebt die See,

aber noch mehr liebt er die Menschen, die mit ihm im Boot sitzen

und dass die das auch spüren.

Können Sie sich vorstellen wozu das führt?


Verantwortliche Persönlichkeit und ihre Eigenschaften

Als verantwortliche Führungspersönlichkeit war ich stets gefragt, Eigenschaften zu leben, die Erfahrung erforderten. Diese Erfahrung will erarbeitet und auch „erlebt“ werden, denn nur so hatte ich und hat zukünftig jede Führungskraft, eine Chance, selbst über diese Dinge nachzudenken und mit verschiedenen Themen in Berührung zu kommen. Nur das, was wir selbst erlebt haben, erfassen wir mit all unseren Sinnen.

Einen reifen Charakter, eine gewisse innere Ruhe, Gelassenheit und insbesondere das mit sich selbst einig sein wurde von mir in der Ausstrahlung einer Führungskraft erwartet und ist auch heute nicht anders. Das bedeutet: sich nicht von Emotionen verleiten zu lassen, sondern den Anforderungen gerecht zu werden und damit die sachliche Beurteilung in den Vordergrund zu stellen.

Kurzum: die Führungskraft hat mit der Führungsaufgabe zu dienen und damit erhält die Eigenschaft der Bescheidenheit eine eigene Bedeutung.
Einer meiner Lehrherren nannte es sogar »Demut«.
Anders formuliert bedeutet dies, dass ich als Führungskraft über eine gute Selbstkenntnis zu verfügen hatte und damit den Mut haben sollte, eben auch um den eigenen Schatten zu wissen und menschlich zu mir selbst zu sein. Der Erfolg lehrte mich, wie wichtig es ist, selbst zu wissen, wer ich bin und was mich ausmacht, denn nur so konnte ich Menschen-kenntnis entwickeln und mich damit in andere Menschen einfühlen und ihnen dort begegnen, wo diese standen. Als ich das verstanden hatte, den mir anvertrauten Menschen so zu begegnen, konnte ich zu diesen ganz individuellen Persönlichkeiten stehen und für sie da sein, wenn diese Probleme hatten.

Ja, auch ich lernte das kennen: den eigenen „Hausbesetzern“ und damit der Leidenschaft und den Emotionen ausgeliefert zu sein, sowie von denen hin- und hergerissen zu werden. Schnell wurde mir deutlich, dass damit jedoch jede Klarheit genommen ist und weder ich noch jedwede andere Führungspersönlichkeit noch Dame oder Herr im eigenen Haus ist.
Nicht selten ist dies der Auslöser dafür, dass andere Menschen meist eher angetrieben und gehetzt, statt geführt werden.

Damit wünsche ich jeder Führungskraft das Wissen darum, auch in herausfordernden Situationen, sich selbst innere Ruhe abverlangen zu können, denn nur dann kann eine Atmosphäre der Konzentration erzeugt werden, in der sich die Mitarbeitenden wohl fühlen und mit Freude ihrer Arbeit widmen.

Eine weitere Eigenschaft ist die Gerechtigkeit. Wer andere Menschen führt, darf diese nicht verletzen

»Jeder habe den Anspruch darauf, nicht verletzt zu werden.
Wie das Recht darüber wache, dass dies nicht mit dem Messer geschieht,
so der Anstand, dass man mit Worten darauf verzichte.«
- Cicero -


Auch ich wurde als Führungskraft selbst verletzt, doch ich lernte, diese Verletzung einzig als Chance zu sehen, an dieser zu wachsen und insbesondere sensibel für andere zu werden. Das „nach unten weitergeben“ ist das leichteste, doch welcher gute Weg ist schon leicht?
Bedeutet: die Bewältigung der eigenen Lebensgeschichte ist eine unumgängliche Voraussetzung, um zu führen.

Schnell gesellt sich hier das Thema der eigenen Vorurteile dazu und ich kann nur dann gerecht führen, wenn diese bei Seite gelassen werden. Bei jeder Führung gilt, dass jeder Mitarbeitende Rechte hat, die es zu achten und zu wahren gilt. Da ist das Recht, sich selbst zu sein, das Recht auf Freiheit, auf Würde, auf Achtung und Ehrfurcht.

„Die ist so streng“, habe ich selbst oft gehört. Ja, das gebe ich zu, doch Gerechtigkeit schließt eine gewisse Strenge nicht aus. Eine Führungskraft darf streng sein, denn nur wenn diese gerecht ist und das Urteil unbestechlich bleibt, wird diese von allen geachtet.

Als nächste Eigenschaft erhält die klare und zügige Entscheidung Bedeutung, wobei die Entscheidung oft aus dem inneren Gespür heraus getroffen wird. Manche nennen es „das Bauchgefühl“.
Ich bin Perfektionistin – Sie können sich somit vermutlich vorstellen, wie schwer ich mich damit anfangs oft tat, diese Entscheidungen zu treffen. Die Angst einen Fehler zu machen, überwog lange Zeit. Doch dann lernte ich, dass eine Entscheidung zu treffen Verlässlichkeit zeugt und damit zur Zufriedenheit bei den Mitarbeitenden beitrug und deren Elan unterstützte. Heute liebe ich es, berufliche Entscheidungen zu treffen!

Sehr vorteilhaft ist innerlich strukturiert zu sein, denn dann wird der Umgang mit den Dingen, mit denen es zu tun gilt, Struktur haben.

Für mich bedeutet Führen: den Menschen und den Dingen zu dienen. Dabei steht das Wohl der Menschen und des Unternehmens vor dem eigenen Prestige. Oft ist damit eine hohe innere Disziplin zu mir selbst gefragt, welche die Freiheit von der Frage, was es mir bringt, einschließt.

Damit achte ich meine Mitarbeitenden in jedem Moment und das Angstfrei, Fehler zu machen und nicht gut dazustehen. Auch ich bin nur ein Mensch und diese Erkenntnis hilft und tut gut!

Über Führungsstile will ich hier und jetzt nicht reden – es gibt zu Hauf davon und gefühlt werden es immer mehr. Für mich war und ist es von Bedeutung, einen kollegialen und einen kommunikativen Führungsstil zu leben. Damit Mut machen, etwas zu wagen, ein Risiko einzugehen und Fehler zu machen. Hierbei geht es mir zu keiner Zeit um das eigene Prestige, sondern rein nur um das Wohl der Menschen, mit denen ich es zu tun habe. Nur so schaffte ich es, Verantwortliche entstehen zu lassen, die in ihren Mitarbeitenden wiederum Leben wecken, ihnen den Rücken stärken, ihnen Mut machen, eigene Wege zu gehen und neue Lösungen zu suchen.


Die Manier des Führens

Wenn doch nur alle Menschen mit den Dingen anderer so umgehen würden, wie mit den eigenen… - vermutlich haben auch Sie schon einmal gedacht. Ich in jedem Fall und damit sind alle, inklusive Führungskraft, dazu angehalten, mit allem, was uns antraut ist, sorgfältig umzugehen. Mit den Menschen ebenso, wie mit den Dingen.

Hierbei geht es darüber hinaus nicht um das Ausleben der eigenen „Laune“ und der Eigenmächtigkeit jedweder selbstproduzierter Ideen, sondern vielmehr geht es um die „Schwarmintelligenz“, um das miteinander austauschen, damit es die Lieblingsideen von allen werden.
Zwei gute Effekte entstehen daraus: als Führungskraft trage ich somit automatisch Sorgfalt für jede Person und Sache und gleichzeitig gibt es eine klare Linie, so dass jeder sich orientieren kann.

Die Königsdisziplin ist, wenn die Mitarbeitenden nicht einfach nur eine Aufgabe übernehmen und ausführen, sondern sich Gedanken zu dieser machen und sich fragen: »Was ist damit gemeint? Was ist der Sinn, der hinter den Wünschen unserer Führungskraft steht?«

Führung bedeutet, die Menschen zu motivieren und sie zu Kreativität zu ermutigen.
Damit: an das Gute im Menschen glauben und dies durch den Führungsstil auch gerne zeigen.
Ja, wir kennen den Satz vermutlich alle „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser“, doch auch für alle Controll-Freaks sei an dieser Stelle gesagt: bitte setzen Sie Kontrolle mit Bedacht sein, damit Kreativität und Phantasie am Leben bleiben und damit die Lust und Freude an der Arbeit. Das Unternehmen wird nur dann auf Dauer Gewinn erwirtschaften, wenn die Mitarbeitenden in dem Sinne gefördert werden, die diesen eine Mitarbeit ermöglicht, die Freude bereitet.

Klar gibt es auch mal ein „nein“; doch sollte dies bitte stets so eingesetzt werden, dass sich die Person, die es erfährt, nicht erniedrigt und entwertet fühlt. Das Negative und Irrationale zur Sprache zu bringen, fordert Mut. Dabei stets den Bezug zur Sache zu beachten und damit die Konzentration auf etwaiges Fehlverhalten zu lenken, das die Person nicht tadelt, bedarf des besonderen Fingerspitzengefühls.
Bedeutet: ein „nein“ darf nicht emotional geprägt sein, sondern hat stets den Anspruch auf Vernunft. Ein „nein“ gilt es zu begründen und die bittstellende Person hat den Grund zu verstehen, weswegen die Bitte abgeschlagen wurde.

Damit ist es am Ende die Vernunft die siegt. Diese wiederum setzt eine eigene innere Klarheit und ein in-sich-gefestigt-sein voraus, damit wir uns von den emotionalen Reaktionen unseres Gegenübers nicht beeinflussen oder gar bestimmen lassen.


Führen - ein Dienst am Menschen

Für manche klingt das am Anfang egoistisch, doch es bleibt dabei: wenn ich auf meine eigene Seele achte, kann ich auch die Seele meiner Mitarbeitenden beflügeln. Diese innere Verbindung ist so oft so viel mehr wert, als die Verheißung eines höheren Lohns. Damit ist das Achten auf die eigene Seele Voraussetzung einer Führung, die die Menschen nicht nur finanziell, sondern auch seelisch belohnt.

Es war mir stets ein Anliegen, dass es meinen Mitarbeitenden gut geht, sie gerne arbeiten und sich in dieser Arbeit entfalten können. Damit begegnete ich dem Bedürfnis der Mitarbeitenden mit Respekt und entwickelt eine Leidenschaft dafür, sie zu befriedigen.

Führen bedeutet, Leben im Menschen zu wecken, Leben aus ihm heraus zu locken.
Führen bedeutet, diesen Menschen zu dienen und das in der Form, dass ich als Führungspersönlichkeit voran gehe, den gleichen Weg, den die Mitarbeitenden nehmen, die ich mitziehen möchte.

„Welche Sehnsucht treibt meine Mitarbeitenden an?“
Wenn es mir gelingt, dies zu erfahren, um genau diese Sehnsucht und die damit verbundene Träume zu verstärken, weckt das Leben in den Mitarbeitenden und diese werden motiviert, ihre Talente und Gaben zu entfalten.

Ein jeder Mensch verfügt über einen Schatz an Möglichkeiten und Fähigkeiten. Führen beinhaltet die Kunst, den Schlüssel zu finden, genau diese Schatztruhe aufzuschließen.

Führen ist auch eine kreative Aufgabe. Das Ziel ist es, die Kreativität in den Menschen zu wecken und damit die Seele zu beflügeln. Dazu kommen die Vorstellungskraft und das Gespür für das, was in dem anderen leben möchte. Das gelingt, in dem ich den Menschen ein Sinn ihres Tuns vermittele und diese zudem teilhaben haben lasse an der eigenen Vision. Damit gelingt es mir fast spielerisch, neue Energien und neue Phantasien zu entwickeln, wie die Mitarbeitenden neue Lösungen finden können, um den Menschen am Ende noch besser zu dienen.
Immerhin ist es wichtig, dass sich ein Unternehmen, damit es erfolgreich bleibt, immer wieder neu erlebt und „erfindet“. Dass Dinge hinterfragt werden und insbesondere die, ob der Unternehmenszweck den Bedürfnissen der Kunden gerecht wird und zudem, ob es die Ressourcen der eigenen Mitarbeitenden genügend ausschöpft.


Von Mensch zu Mensch

Eine jede Person ist ein Mensch und ach, was wäre die Welt ein klein bisschen besser, wenn wir uns alle gegenseitig so behandeln würden, wie wir es auch von anderen erwarten. Dass das nicht immer so klappt, haben wir wohl alles schon einmal erlebt…

So oft wird dabei das Wort unterschätzt. Ein Wort kann einen Menschen wahrhaftig verändern. Ist Erniedrigung im Wort, bewirkt dies ein Gefühl von Wertlosigkeit.
Ja, Worte können lähmen oder befreien, sie können beugen oder aufrichten, entmutigen oder ermutigen, verletzen oder heilen, ja sogar „töten“ oder lebendig machen.

Damit arbeite ich immer wieder an meiner eigenen Sprache, um mit guten Worten zu argumentieren, mit Worten, die Kraft geben und den anderen Menschen an das Gute in sich Glauben schenken und dafür sorgen, dass sich mein Gegenüber wohl fühlt.

Eine besondere Prüfung für Führungskräfte, so auch seiner Zeit für mich, loslassen zu können und damit Abstand davon zu nehmen, sich in alles einzumischen.

Aus eigener Erfahrung empfehle ich Ihnen von Herzen kommend, sich eines Führungsstils zu bedienen, der die Mitarbeitenden durch Zuhören und Wertschätzen, durch Achtung und Diskretion, sowie das Ansehen, das der Vorgesetzte seinen Mitarbeitenden schenkt, nährt. Seien Sie versichert: diese Art des Miteinanders wird auf Dauer erfolgreich sein. Besonders wichtige Führungsmittel sind hierbei Höflichkeit und Liebenswürdigkeit.

»Schlechte Umgangsformen vergiften das Klima,
und die Seele wird krank.
Höflichkeit gehört zu den wirksamsten Gegenmitteln,
höfliches Verhalten ist Balsam für die Seele.«
- Secretan -


Mitarbeitende erwarten von ihren Vorgesetzten, dass sie ernst genommen werden, dass ihnen zugehört wird, wenn sie von Problemen erzählen, dass ihre Würde geachtet wird und sich darum gekümmert wird, dass es ihnen wirklich gut geht.

Hierbei spielt Wertschätzung eine entscheidende Rolle, denn nur, wenn von unten herauf behandelt wird, statt von oben herab, zeigt die Führungskraft Wertschätzung.

»Pünktlichkeit ist die Tugend der Könige«, heißt ein Sprichwort. Der König lässt seine Untergebenen nicht warten. Er achtet sie, indem er sich an die vereinbarten Zeiten hält. Die Zeit, dass es Könige gab, ist lange her und doch ist dieser Satz heute noch so viel wert.

Jede Missachtung eines Mitarbeitenden kann schnell zur Missachtung des Chefs führen. Dann wird der Chef vielleicht gefürchtet, doch eine Achtung ist das, worum es geht. Doch ich habe selbst erfahren, dass nur die Mitarbeitenden für mich durch’s Feuer gehen und für mich die Tore schießen, die mich „lieben“.

Dies bedeutet gleichwohl, dass als Führungskraft geliebt zu werden, nicht bedeutet, überall beliebt zu sein, denn das wäre ein Zeichen von Schwäche. Liebe und Respekt gehören unweigerlich zusammen. Nur wenn die Führungskraft in sich selbst ruht und nicht abhängig davon ist, bei allen beliebt zu sein, wird diese wirklich geliebt werden.

Hierbei stets das richtige Maß zu halten, ist die Kunst. Wer andere führen will, hat um seine inneren Gegensätze zu wissen und sie im Gleichgewischt zu halten, so dass keine Extreme aufkommen.

Wie bereits beschrieben, verlangt die Führung von Menschen sehr viel Menschenkenntnis und auch „Beweglichkeit“. Eine Führungskraft hat die Aufgabe, auf das Innere des Menschen zu achten und damit auf die Seele, um diese, je nach Zustand, immer wieder neu zu beflügeln. Darunter fallen auch Fehlschläge, die jedoch nicht bestraft werden, sondern als nützliche Erfahrung bewertet werden. Ich habe mich hierbei oft an die Geschichte erinnert, als ein Chef, der gerade durch den Fehler eines Mitarbeitenden sehr viel Geld verloren hat, eben diesen in sein Büro ruft. Dieser Mitarbeitende fürchtet um seine Kündigung und bittet den Chef somit, es „schnell zu machen“. Doch der Chef antwortet: „Wieso sollte ich Sie entlassen? Ich habe gerade eine große Summe in Sie investiert.“ Toll!

Es gilt individuell herauszufinden, was in jedem Einzelnen für Fähigkeiten stecken, was die jeweiligen Begrenzungen sind, was den Menschen fördern und auch, was ihn bremsen könnte.
Mitarbeitende haben oft schlimme Erfahrungen gemacht und bringen diese mit in das Unternehmen. Im Vorstellunggespräch erfahren Sie davon meist gar nichts, doch es dauert nicht lange und schon zeigt sich die Wunde. Ein gesundes Betriebsklima, bedingt durch eine gute Führung, kann heilsame Medizin sein für die vielen Wunden, die die Mitarbeitenden zudem täglich in den Betrieb mitbringen.

Damit ist Vertrauen elementarer Bestandteil des Führens, denn wenn sich meine Gedanken in der Hauptsache darum drehen, was die Mitarbeitenden wieder alles anstellen könnten, wird meine eigene Arbeit untergehen und sich diese Unruhe durch Misstrauen negativ auf die Stimmung im Unternehmen ausbreiten.

Wir arbeiten auf Dauer nur dann effektiv, wenn wir das rechte Maß halten. Wichtig hierbei ist zu beachten, dass mein eigenes Maß nicht zur Richtschnur für die anderen wird. Führung bedeutet, dass das Maß eines jeden Einzelnen erkannt und geachtet wird.
Um das zu erreichen, ist es wichtig, dass die Führungskraft die Mitarbeitenden herausfordert, um sie die Grenze ihrer Leistungsfähigkeit entdecken zu lassen. Stoßen die Mitarbeitenden an ihre Grenzen, so hat die Führungskraft diese zu respektieren. Nunmehr gilt es zu erkennen, was dem Mitarbeitenden innerhalb dessen Möglichkeiten zugetraut werden darf.
Jemand, der nie an seine Grenzen gekommen ist, weiß auch nicht, wie viel in ihm steckt.

Damit hat Führung auch immer etwas mit Gestalten und Formen zu tun.
Bedeutet: Starken und Schwachen ist zugleich gerecht zu werden.
Führen bedeutet, allen gerecht zu werden, allen Freude am Miteinander und an der Arbeit zu vermitteln, allen das Gefühl zu geben, dass sie wertvoll sind und gebraucht werden.
Jeder Starke hat auch seine Schwächen. Jeder Starke darf auch mal depressiv sein, wenn sein Leben in einer Krise steckt. Wahre Stärke kann ich nur zeigen, wenn ich es mir erlauben kann, schwach zu sein.


Die Selbstwahrnehmung

Nur wer verantwortlich mit seinen Kräften umgeht, kann Verantwortung für andere übernehmen. Powere ich mich ständig aus und achte nicht auf mich selbst, sollte ich tunlichst davon lassen, Menschen zu führen

Denn die Arbeit sollte nicht in Sucht ausarten, um Menschlichkeit zu wahren und auch der der Sehnsucht nach Leben und Liebe Bedeutung zu schenken.

Nur wenn meine Seele im Gleichgewicht ist, schaffe ich es auch, mit den Gegenpolen wie Disziplin und Disziplinlosigkeit, Arbeit und Muße, Konsequenz und Milde sowie auch Liebe und Aggression ausgeglichen und gerecht umzugehen.


Das Ziel der Führung

Das Ziel des Führens ist, dass die Mitarbeitenden gemeinsam einem klar definierten Ziel entgegen gehen, damit ein Miteinander entsteht und kein „jeder gegen jeden“.

Damit verbreitet Führung Klarheit, Ruhe und Lust an der Arbeit. Diese Freude an der Arbeit wird noch gefördert, wenn die Führungskraft in der Begegnung und in der Art der Führung der Menschen Achtung und Ehrfurcht vermittelt und sich durch die Probleme nicht lähmen lässt, sondern die Konflikte aus der inneren Gelassenheit und Zuversicht heraus löst.

Zudem…ein gutes Unternehmen pflegt eine Unternehmenskultur und diese ist geprägt von einer Vision, die unter anderem vom Sinn und Ziel des Miteinanders erzählt. Eine Vision motiviert und weckt bei den Mitarbeitenden Kräfte, da sie das Gefühl begleitet, an einer wichtigen Aufgabe mitzuarbeiten und einen entscheidenden Beitrag zu leisten.
Eine Vision schafft Gemeinschaft und hält die verschiedenen Charaktere und ihre Begabungen zusammen und gibt damit den Mitarbeitenden eine Orientierung für ihr Handeln.

Die Vision wiederum braucht Leitbilder und hat zudem in das konkrete Miteinander und in die Arbeit des Unternehmens hinein übersetzt zu werden. Es gilt also konkrete Ziele zu vereinbaren, die dazu beitragen, die Vision zu verwirklichen.

»Wer vom Ziel nichts weiß, wird den Weg nicht finden.«
- Christian Morgenstern -


Und gemäß dieses Zitats noch folgende Geschichte:

Der Nebel und das Ufer

1952 stieg die junge Florence Chadwick auf der Insel Santa Catalina, Kalifornien, in den Pazifischen Ozean, fest entschlossen, bis zum Festland zu schwimmen.
Sie hatte bereits als erste Frau den Ärmelkanal in beide Richtungen durchschwommen.

Das Wetter war neblig und kalt, sie konnte kaum die Schiffe sehen, die sie begleiteten. Trotzdem schwamm sie 15 Stunden lang.

Als sie bettelte, aus dem Wasser geholt zu werden, wurde sie von ihrer Mutter, die dem Schiff in ihrer Nähe war, angespornt: sie sei nahe am Ziel. Schließlich war sie körperlich und seelisch so erschöpft, dass sie aus dem Wasser gezogen wurde.

Erst auf dem Schiff erkannte sie, dass das Ufer weniger als 800 Meter entfernt war.

Während einer Nachrichtenkonferenz am folgenden Tag bekannte sie: »Alles, was ich sehen konnte, war der Nebel. Ich glaube, wenn ich das Ufer gesehen hätte, hätte ich es geschafft.«


Noch einen Kommentar, bevor ich gleich aufhöre…

Eine jede Entscheidung erfordert seine Konsequenz.
Die Entscheidung, zu lernen, sich selbst führen zu können, erfordert als Konsequenz ein hohes Maß an Disziplin und Durchhaltevermögen und in dem Blick auf morgen, auf die Zeit, in der es darum geht, andere zu führen, kommen die Liebe zu anderen Menschen, ein klein wenig „Helfersyndrom“, Ehrgeiz, in gewisser Weise auch „Erfolgssucht“, doch besonders die Erkenntnis, dass wir anderen Menschen nichts beibringen können, sondern ihnen nur helfen können, es in sich selbst zu entdecken, hinzu.
Die Führungskraft, die verstanden hat, dass heute die Wertschöpfungskette beim Menschen beginnt und es genau diese Menschen sind, die mit Freude dienen und damit die Gäste, die Kunden, die Patienten, die Mandanten, die Klienten und damit all diejenigen, die unseretwegen durch unsere Unternehmenstür kommen, sagen lassen „wow, die erkennen, was ich will“, werden erfolgreich auch das Morgen erleben.